Häufig gestellte Fragen

Liste der häufig gestellten Fragen:

F?

Welche Beratung kann ich erwarten?

A.

Diese Frage habe ich ganz nach oben gestellt, denn die allererste Frage und Entscheidung für ein Piercing ist bereits gefallen, wenn Du diese Seiten liest ... Und sie steht ganz oben, weil ich die Beratung für besonders wichtig erachte. Leider höre ich immer wieder, daß andere Piercer das nicht so sehen.

Natürlich ist mir klar, wenn Du das erste Mal zu mir ins Studio kommst, weißt Du noch nicht, was Dich erwartet: Mein Studio ist ein nach meinem Geschmack und unter hygienischen und ästhetischen Gesichtspunkten hell und freundlich eingerichteter Raum. Wir setzen uns zusammen und besprechen das von Dir gewünschte Piercing. Dabei werden alle Fragen ohne Hektik beantwortet. Du findest eine Auswahl an Erstschmuck, die Du Dir ansehen und auswählen kannst.

Beim Piercen selbst kannst Du die ganze Zeit zuschauen; die sterile Einwegnadel, mit der gepierced wird, öffne ich auch erst vor Deinen Augen aus der Einwegsterilverpackung, damit Du sehen kannst, daß ich auch ehrlich halte, was ich hier verspreche (Ohrlochpistolen, die oft in Schmuckläden verwendet werden, können zumeist nicht sterilisiert werden und zersprengen den Knorpel, das zu Wucherungen führen kann. Diese verwende ich natürlich nicht - weitere Infos zur Ohrlochpistole). Das gilt ebenso für die Sterilität aller Geräte und jeden Moment meiner hygienischen Arbeit.

F?

Die ‘Ohrlochpistole’

A.

Seit sich in den 80er Jahren der Ohrschmuck auch für Männer etabliert hat, verwenden viele Schmuckläden und Juweliere Ohrlochpistolen, um Löcher für Ohrringe und -Stecker zu 'schießen'. Diese Geräte wurden in den 60er Jahren für die Landwirtschaft entwickelt, um Rinder an ihren Ohren einfacher und schneller zu markieren. Die heute bei Menschen eingesetzten Modelle sind kaum verändert und aus mehreren Gründen nicht für das Piercen geeignet:
Zum einen läßt sich die 'Pistole' nicht sterilisieren (einige Teile sind aus Plastik, diese würden z. B. im Autoklaven schmelzen) und zum zweiten ist das Gerät für das Piercen selbst nicht präzise genug, da der genaue Winkel des 'Schuß-Kanals' nicht festgelegt werden kann.
Außerdem kommt hinzu, daß je nach Körperstelle beim 'Schießen' Knorpel zersprengt wird, das beim Abheilen fast zwangsläufig zu Knorpel-Wucherungen führen kann.

Diese Eigenschaften lassen dringend davon abraten, sich ein Piercing mittels einer Ohrlochpistole machen zu lassen - bei mir erhaltet ihr ein professionelles Piercing mit einer Piercingnadel.

F?

Nachsorge und Hygiene nach dem Piercen

A.

Für alle Piercings gilt: Nach dem Piercen ist Sauberkeit natürlich oberstes Gebot!
Im Zweifel könnt Ihr das gar nicht oft genug machen! So vermeidet Ihr schmerzhafte Entzündungen!

Dazu säubert Ihr die Wundstelle mit einem Wattestäbchen und klarem Wasser. Den Piercingstab könnt ihr (natürlich mit gewaschenen Händen) langsam entlang des Stichkanals hin und her bewegen, um eventuelles Wundsekret aus der Wunde zu befördern. Danach tragt ihr das Octenisept auf, das Ihr von mir bekommen habt.

Schwellungen nach dem Piercen sind harmlos und ein gesundes Zeichen - kühlt die betreffende Stelle mit einem Eiswürfel (am besten aus destilliertem Wasser gemacht) und Ihr seid die Schwellung nach ein paar Tagen wieder los.

Im Stichkanal muss sich eine neue Hautschicht bilden. Daher achtet darauf, dass Ihr diese möglichst nicht verletzt. Tragt entsprechende Kleidung (Hosen, Gürtel bei Bauchnabelpiercings usw.), so verheilt Euer Piercing schneller. In den ersten Wochen solltet ihr nicht baden. Duschen ist natürlich erlaubt und ausdrücklich gewünscht.

Für bestimmte Piercings, wie Zungenpiercing oder Intimpiercing, gebe ich Euch einen speziellen Nachsorgezettel mit, der alle Informationen zur Pflege Eures neuen Körperschmucks - beziehungsweise insbesondere des Körperteils, den er schmückt - enthält.

Sollten sich dennoch Schwierigkeiten ergeben, stehe ich Euch selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

F?

Welche Risiken gibt es?

A.

Beim Piercen wird das größte Organ - die Haut - mit allen Hautschichten durchstoßen.
Dabei läßt sich nicht immer vermeiden, auch kleine Blutgefäße zu verletzen. Das ist unbedenklich, da Venen und Arterien und die wichtigen motorischen und sensorischen Nerven in der Regel geschützt im Körper verlaufen und durch die von mir durchgeführten Standardpiercings nicht gefährdet sind. Aus diesem Grund pierce ich einige Körperstellen nicht (Tragus, Augenbraue innen, oberhalb des Nasenrückens (Bridge)).

Durch das Durchstechen der Haut kommt es immer zu einer leichten Reizung der betreffenden Stelle. Dies ist aber keine Entzündung. Eine Rötung, Schwellung oder leichte Erwärmung der Haut sind Anzeichen einer leichten Entzündung und eine normale Reaktion des Immunsystems des Körpers. Diese tritt relativ häufig auch bei guter Pflege auf und geht meist problemlos zurück. Trotzdem solltet Ihr Euch dann bei mir melden, um die Stelle noch einmal von mir begutachten zu lassen. Fast immer schafft kurzfristig eine Creme (Betaisadonna) Abhilfe.

Der menschliche Körper ist individuell sehr unterschiedlich aufgebaut. Daher nenne ich hier noch ein paar Punkte, von denen Ihr natürlich wißt, wenn sie Euch betreffen ... und ihr mich bei unserem Beratungsgespräch auch von selbst darauf ansprecht:
Zuckerkranke (Diabetiker) müssen mir vorher ihren Blutwert nennen, weil eine Heilung des Piercings eventuell gefährdet sein kann - und ich das Piercing bis zur Korrektur des Wertes leider ablehnen muß. Das gilt auch für Bluter und andere Blutkrankheiten wie Hepatitis oder das Immunschwächesyndrom Aids.

Allergien
Da ich beim Piercing ausschießlich Material aus Titan verwende, sind Allergieprobleme unbeachtlich. Doch bitte ich für den Fall einer Latexallergie mich darauf hinzuweisen, weil ich beim Piercen Einweghandschuhe trage.

F?

Ab welchem Alter kann ich mich piercen lassen?

A.

Es gilt natürlich die allgemeine Volljährigkeit ab 18 Jahre, mit der Ihr von mir alle angebotenen Piercings ohne weitere Beschränkungen bekommt.

Für Minderjährige gilt die Einschränkung, dass nur mit schriftlicher Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten gepierced werden darf.
Dazu halte ich einen Vordruck bereit, den Ihr abholen und unterschreiben lassen könnt. Am Besten kommt aber ein Elternteil zum Piercen selbst mit.

Ohr oder Nasenpiercings mache ich frühestens ab 13 Jahren; Bauchnabel-, Brust oder Intimpiercings ab 16, da sich diese Körperteile noch entwickeln und verändern.

F?

Welches Material wird verwendet, kann es Allergien auslösen?

A.

Von mir wird beim Piercing für den Erstschmuck ausschießlich Material aus Titan verwendet, das absolut keinerlei Hautunverträglichkeiten verursacht, daher sind Allergieprobleme hierbei ausgeschlossen (selbst der sogenannte Chirurgenstahl enthält bis zu 15% Nickelanteile; oder auch 925er Silber enthält Kupfer, das Allergien auslösen und die Abheilung verzögern oder sogar verhindern könnte).
Beim Bauchnabelpiercing etwa kannst Du dennoch zwischen zehn Farben des Erststeckers wählen. Dieser Erstschmuck ist selbstverständlich inklusive.

Für den Fall einer Latexallergie ist zu beachten, daß ich beim Piercen Einweghandschuhe trage, sonstige Allergieprobleme sind unbeachtlich.

F?

Tut ein Piercing weh?

A.

Beim Piercen wird eine Hohlnadel unter der Haut durchgeschoben, das wird immer ein wenig unangenehm sein. Damit der unangenehme Augenblick des Schmerzes während des Stechens so gering wie möglich gehalten wird, betäube ich die betreffende Stelle zuvor fachgerecht mit einem geeigneten Anästhetikum (Emla oder Xylocain).

Wichtig ist jedoch zur Vermeidung von späteren Schmerzen, die Nachsorge richtig durchzuführen. Ihr bekommt von mir nach dem Piercen kostenlos ein Antiseptikum (Octenisept) und die individuelle Anleitung, wie die Pflege Eures neuen Schmucks und insbesonders des Körperteils, den er verschönert, in der Zeit bis zum Abheilen der Wunde gemacht werden soll.